Wie läuft eine Scheidung ab?

Häufig kommen Mandanten zu den Anwälten und Fachanwälten von Dr. Rumpke, Kaden, Reuscher & Collegen und möchten wissen, wie eine Scheidung abläuft. Im Folgenden haben wir daher für Sie einen kurzen Überblick zusammengestellt, wie so eine Scheidung von statten geht.

Bei einer Scheidung müssen die Eheleute zunächst das sog. Trennungsjahr hinter sich gebracht haben. Das heißt, sie müssen ein Jahr lang getrennt voneinander gelebt haben. Dies wird nach außen hin erkennbar, wenn einer der beiden aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen ist. Aber auch eine Trennung innerhalb einer gemeinsamen Wohnung ist möglich. Man spricht dann von einer „Trennung von Tisch und Bett“.

Liegt diese Voraussetzung vor, kann der sog. Scheidungsantrag beim zuständigen Gericht eingereicht werden. Dies kann nur ein Anwalt machen! Sie benötigen für Ihre Scheidung also mindestens einen Anwalt, der den Antrag für Sie stellt. Sind Sie sich über viele Punkte bei Ihrer Scheidung einig – z.B. bei Unterhalt, Umgang oder Versorgungsausgleich – kann ein einzelner Anwalt genügen. Oft macht es aber Sinn, dass jeder der Eheleute einen eigenen Anwalt hat, da dieser dann die Interessen seines eigenen Mandanten genau im Blick hat.

Nachdem der Scheidungsantrag bei Gericht eingegangen ist, kommen Fragebögen vom Gericht. Hier sind dann Informationen zu den Rentenanwartschaften einzutragen, da diese später ggfs. zwischen den Eheleuten aufgeteilt werden müssen. Man spricht dabei vom sog. Versorgungsausgleich.

Liegen alle diese Informationen vor und muss nicht noch etwa der Vermögenszuwachs während der Ehe zwischen den Eheleuten geklärt werden, kann es relativ schnell vorangehen. Das Gericht wird einen Scheidungstermin ansetzen, bei dem die Eheleute zu der Scheidung angehört werden. Sofern beide Eheleute jeweils von Anwälten vertreten werden, werden auch diese zu dem Termin geladen und können dort die jeweiligen Anträge stellen.

So ein Scheidungsverfahren kann schon einige Monate dauern. Es gibt aber manchmal Möglichkeiten, dies zu beschleunigen. Wenn z.B. die Anwartschaften von beiden Eheleuten in etwa gleich hoch sind, kann ein Ausschluss des Versorgungsausgleichs vereinbart werden. Sind beide im Scheidungstermin anwaltlich vertreten, so kann auch ein sog. Rechtsmittelverzicht vereinbart werden. Dann müssen die Eheleute nicht mehr einen Monat ab der Zustellung des Scheidungsbeschlusses darauf warten, ob die jeweils andere Seite ein Rechtsmittel gegen den Beschluss einlegen möchte. Vielmehr kann die Scheidung noch am selben Tag rechtskräftig werden.

Haben Sie weitere Fragen zum Thema Ablauf des Scheidungsverfahrens? Die Anwälte und Fachanwälte der Hamburger Rechtsanwaltskanzlei Dr. Rumpke, Kaden, Reuscher & Collegen stehen Ihnen bei all Ihren familienrechtlichen Fragen unterstützend zur Seite. Rufen Sie uns gerne an und vereinbaren Sie einen Termin für eine familienrechtliche Erstberatung.