Verwaltungsgericht Braunschweig verweigert Namensänderung

Am 17.06.2015 ist eine deutsch-türkische Familie vor dem Verwaltungsgericht Braunschweig mit ihrer Klage gescheitert, ihren ausländischen Nachnamen ändern zu dürfen.

Als Grund für die beabsichtigte Namensänderung gaben die Eltern an, dass der türkische Nachname zu Diskriminierungen ihrer Kinder in der Schule geführt habe. So habe der Name dazu geführt, dass den Kindern besonderer Sprachförderung unterstellt worden sei, obwohl sie innerhalb der Familie kein türkisch sprechen würden.

Da die Familie davon ausging, dass der türkische Nachname der Grund für die Diskriminierungen war, wollten sie vom Familiennamen des Vaters auf den deutschen Namen der Mutter wechseln.

Das zuständige Standesamt Braunschweig hatte zuvor den Antrag der Familie auf Namensänderung abgelehnt, so dass der Familie nur noch die Klage vor dem zuständigen Verwaltungsgericht blieb.

Aber auch das Verwaltungsgericht lehnte das Recht der Familie auf eine Namensänderung ab.

Das Gericht begründete dies damit, dass lediglich der ausländische Klang des Namens keine Namensänderung rechtfertige. Es müssten noch weitere Umstände hinzukommen, die nach der Auffassung des Gerichts nicht ausreichend vorgetragen seien.

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