Kann man eine Scheidung besonders schnell herbeiführen?

Immer wieder möchten Mandanten von uns Anwälten der Rechtsanwaltskanzlei Dr. Rumpke, Kaden, Reuscher & Collegen wissen, ob es möglich ist, eine Scheidung besonders schnell durchzuführen. Im Folgen möchten wir Ihnen hierzu einige interessante Punkte nennen.

Das Trennungsjahr

Manche Eheleute sind der Auffassung, sie könnten einfach das Trennungsjahr „abkürzen“, indem sie übereinstimmend aber wahrheitswidrig behaupten, sie hätten sich bereits vor einem Jahr getrennt. Dies kann aber erhebliche negative Konsequenzen nach sich ziehen, nicht zuletzt Probleme mit dem Finanzamt! Zu solchen Experimenten kann daher nicht geraten werden.

Das Trennungsjahr kann nur in ganz seltenen Fällen einmal abgekürzt werden. Dies ist z.B. der Fall bei sog. „Härtefallscheidungen“. Das bedeutet, es ist einem der Eheleute nicht zumutbar das Trennungsjahr bis hin zur rechtskräftigen Scheidung abzuwarten. So etwas kann etwa dann in Betracht kommen, wenn der eine Ehepartner den anderen körperlich schwer misshandelt hat.

Formblätter für Versorgungsausgleich fertig ausgefüllen

Liegt solch ein Fall nicht vor, kann man trotzdem dafür sorgen, dass eine Scheidung beschleunigt wird. So kann man z.B. schon dem anwaltlichen Schreiben, in welchem der Scheidungsantrag bei Gericht ankündigt wird die sog. Formblätter für den Versorgungsausgleich fertig ausgefüllt beifügen. Darin beauskunftet man schon einmal, bei welchem Träger man während der Ehezeit z.B. Rentenanwartschaften erworben hat oder eine Lebensversicherung abgeschlossen hat. Allein diese Maßnahme kann schon einmal ein paar Wochen Zeit sparen.

Zugewinn im Vorfeld klären

Eine weitere Maßnahme ist es bestimmte Punkte wie den Zugewinn schon im Vorfeld der Scheidung zu klären. Dabei geht es um das während der Ehezeit erworbene Vermögen der Eheleute, welches ggfs. der eine Ehepartner dem anderen ausgleichen muss.

Scheidungsbeschluss und Rechtsmittelverzicht

Letztlich kann man eine schnellere Scheidung auch dadurch erreichen, dass man den Scheidungsbeschluss schneller rechtskräftig werden lässt, in dem man einen sog. Rechtsmittelverzicht erklärt. Anstatt das man nach dem Zugang des Scheidungsbeschlusses noch einen Monat lang darauf warten muss, ob die andere Seite ein Rechtsmittel einlegt, wird die die Scheidung dann grundsätzlich noch am Tag des Gerichtstermins rechtswirksam. Da so ein Rechtsmittelverzicht aber verschiede rechtliche und wirtschaftliche Folgen nach sich ziehen kann sollten Sie sich hierüber vorher genau von einem Rechtsanwalt beraten lassen.

Beratung bei familienrechtlichen Fragen – Rechtsanwaltskanzlei Dr. Rumpke, Kaden, Reuscher & Collegen

Haben Sie weitere Fragen zum Thema schnelle Scheidung? Die Anwälte und Fachanwälte der Hamburger Rechtsanwaltskanzlei Dr. Rumpke, Kaden, Reuscher & Collegen stehen Ihnen bei all Ihren familienrechtlichen Fragen unterstützend zur Seite. Rufen Sie uns gerne an und vereinbaren Sie einen Termin für eine familienrechtliche Erstberatung.