Höherer Selbstbehalt seit 1.1.2015 für Unterhaltspflichtige nach der Düsseldorfer Tabelle

Die Düsseldorfer Tabelle ist eine Unterhaltsrichtlinie des Oberlandesgerichts Düsseldorf und dient dazu, die Rechtsprechung zum Kindesunterhalt für viele gleichartige Fälle zu vereinheitlichen und auf diese Weise gerechter zu machen.

Die Düsseldorfer Tabelle regelt die Höhe des Kindesunterhalts je nach Alter und Einkommen des unterhaltspflichtigen Elternteils. So ist bei minderjährigen Kindern immer derjenige Elternteil zur Zahlung des Kindesunterhalts verpflichtet, bei dem das Kind nicht ständig lebt.

Leben die Eltern eines Kindes voneinander getrennt und hat das Kind seinen Lebensmittelpunkt bei der Mutter, so ist der Vater grundsätzlich zur Zahlung des Kindesunterhalts verpflichtet.

Die Düsseldorfer Tabelle tritt in aller Regel alle 2 Jahre neu in Kraft.

Am 1.1.2015 gab es eine Aktualisierung, bei der die Selbstbehaltssätze für Unterhaltspflichtige, also für Personen, die Unterhalt zahlen müssen, erhöht wurden. Dabei meint der Begriff Selbstbehalt, den Betrag, der einer Person für sich selbst verbleiben muss, bevor sie überhaupt Unterhalt zahlen muss.

Wie das Oberlandesgericht Düsseldorf am 04.12.2014 mitteilte, ist der Selbstbehalt beim Kindesunterhalt für unterhaltspflichtige Personen, die arbeiten von 1.000,00 € auf 1.080,00 € erhöht worden. Für unterhaltspflichtige Personen, die nicht arbeiten, steigt der Selbstbehalt hingegen von 800,00 € auf 880,00 € Euro.

Zudem gab das Oberlandesgericht Düsseldorf bekannt, dass der Kindesunterhalt voraussichtlich im Laufe des Jahres 2015 erhöht werde.

Haben Sie weitere Fragen zum Thema Kindesunterhalt und Düsseldorfer Tabelle?

Gerne beantworten wir Ihre Fragen in einem ausführlichen Beratungsgespräch! Unsere Rechtsanwälte und Fachanwälte unterstützen Sie gern und stehen Ihnen jederzeit mit Rat und Tat mit Ihren Kompetenzen zur Seite!