Wie funktioniert eine Unterhaltsberechnung?

Immer wieder möchten Mandanten von unseren Rechtsanwälten und Fachanwälten der Kanzlei Dr. Rumpke, Kaden, Reuscher & Collegen wissen, wie die Unterhaltsberechnung in ihrem familienrechtlichen Fall aussieht.

 

Unterhaltsberechnungen sind oft ziemlich kompliziert. Eine Unterhaltsberechnung richtet sich insbesondere danach, um welche Art von Unterhalt es sich handelt. So gibt es z.B. Unterhalt bei minderjährigen Kindern, Unterhalt bei volljährigen Kindern und den sog. Ehegattenunterhalt. Beim Ehegattenunterhalt wird nochmals zwischen Trennungsunterhalt und nachehelichem Unterhalt unterschieden.

 

Wie ist die Unterhaltsberechnung beim Kindesunterhalt?

Beim Kindesunterhalt richtet sich die Unterhaltsberechnung grundsätzlich nach der sog. Düsseldorfer Tabelle. Dies ist eine Unterhaltsleitlinie des Oberlandesgerichts Düsseldorf in Abstimmung mit anderen Oberlandesgerichten und dem Deutschen Familiengerichtstag. Für die Berechnung des Kindesunterhalts ist neben dem Alter des Kindes insbesondere das anzurechnende Einkommen Elternteils, bei dem das Kind nicht lebt (sog. barunterhaltspflichtiger Elternteil) maßgeblich.

 

Wie ist die Unterhaltsberechnung beim Ehegattenunterhalt?

Während also beim Kindesunterhalt das anzurechnende Einkommen des barunterhaltspflichtigen Elternteils maßgeblich ist, ist bei der Unterhaltsberechnung beim Ehegattenunterhalt das Differenzeinkommen (also der Einkommensunterschied zwischen den Ehegatten) Grundlage der Berechnung.

Bei der Unterhaltsberechnung für den Ehegattenunterhalt wird darauf geschaut, wie die finanziellen Verhältnisse während der Ehe waren und wie hoch die jeweiligen Einkommen nach der Trennung oder Scheidung waren. Ein Anwalt für Familienrecht kann Ihnen Ihr Differenzeinkommen berechnen, welches die Grundlage für die Berechnung Ihres Ehegattenunterhalts bildet.

 

Selbstbehalt

Bei der Unterhaltsberechnung ist stets der sog. Selbstbehalt zu beachten. Darunter versteht man einen monatlichen Mindestbetrag, welcher dem Unterhaltspflichtigen zugesichert wird, ihm also verbleiben darf, um ihm einen gewissen Lebensstandard zu wahren. Diese Selbstbehalte sind in der Düsseldorfer Tabelle geregelt und die Höhe hängt davon ab, wem Sie gegenüber unterhaltspflichtig sind.

 

Wenn Sie Fragen hierzu haben, helfen Ihnen die Rechtsanwälte und Fachanwälte der Kanzlei Dr. Rumpke, Kaden, Reuscher & Collegen gerne mit rechtlichem Rat und stehen Ihnen zur Seite. Rufen Sie uns einfach an und vereinbaren Sie einen Termin für eine familienrechtliche Erstberatung.